Potentialentfaltung & Ressourcenmanagement
Potentialentfaltung & Ressourcenmanagement
 

Folgende Texte sehe ich als mein persönliches, geistiges Eigentum an, welches ich sehr gerne mit euch teile. Bei jeglicher Art der inhaltlichen Weiterverwendung bitte ich um vorherige Kontaktaufnahme.

Zeilen aus der Seele...

09/2014

 

Körper - Geist - Seele

Alle drei Komponenten –Körper-Geist-Seele – bedingen sich gegenseitig. Fehlt uns körperlliches Wohlempfinden, wirkt sich dies auf unsere Seele und unsere Gedanken (Geist) aus. Wir fühlen uns dann im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr wohl in unserer Haut. Dasselbe gilt, wenn Geist und Seele nicht im Einklang dem Leben gegenübertreten, was wiederrum genauso auf körperlicher Ebene sichtbar wird.

Was unserem Körper gut tut wissen wir!
Was unserer Seele gut tut, glauben wir zu wissen!
Was unser Geist braucht um zu akzeptieren was der Seele gut tut, ist für viele ein Mysterium!

Der Geist/unsere Gedanken, welche aufgrund unserer Erfahrungen, wie ein Computer immer wieder dieselben Programme abspielt, will uns nichts Böses. Er will die Welt verstehen und erklären, er will uns davor schützen, schmerzhafte Erfahrungen wieder zu erleben. Um zu verstehen und zu erklären, hat er jedoch nur die Daten zur Verfügung, welche wir in unserer Vergangenheit „geladen“ und gespeichert haben.

WIR? Unser Verstand sind doch WIR. Alles was wir wissen und fühlen sind doch WIR. Wie sollen wir dann unseren Verstand verändern, wenn das WIR aus dem Verstand entsteht? 

Wir sind nicht unser Verstand. Aber unser Verstand/unsere Gedanken erschaffen die Art und Weise wie wir leben und das Leben empfinden. Unser Verstand ist (neben dem Körper) ein großer Speicherplatz unserer Erfahrungen. WIR sind das Resultat dieser Erfahrungen und wie wir gelernt haben mit diesen umzugehen.
WIR sind jedoch noch viel mehr als unser Verstand!

Wie könnte es sonst sein, dass wir so oft unseren Verstand hinterfragen?
Wie könnte es sonst sein, dass wir so oft gegen unseren Verstand handeln und dabei doch glücklich sind?
Und wie könnte es sonst sein, dass es oft gerade der Verstand ist, der uns in Situationen „treibt“, in denen wir uns äußeren Zwängen ergeben und leiden?

Unsere Seele, oder magst du es Gott in uns - die Verbindung - die höhere Macht, oder wie auch immer nennen, ich nenne es einfach die LIEBE, sie mischt sich ja doch immer wieder ein. Oder ist es nicht doch viel eher der Verstand, der sich in die Liebe einmischt?
Wieder nur weil er, so wie er es in der Vergangenheit gelernt hat, schützen und unterstützen will. Nämlich davor, dass die Liebe in uns nicht erneut zurückgestoßen, verletzt und beschädigt wird.

 

Ein guter Wille also, wenn der Verstand die Liebe in ein Kämmerlein, ganz tief in uns drinnen sperrt und die Regie unseres Lebens übernimmt. Der Wille ist wahrhaft gut, das Werk selbst nimmt uns jedoch Lebens-Energie, die wir so dringend benötigen. Die Liebe will fließen, in uns und auch in der Verbindung nach Außen. Sie selbst weiß, wann sie sich besser wieder in ihr Kämmerlein zurück zieht um Kraft zu tanken.

Nicht die Liebe, nicht die Seele, nicht der Körper ignorieren dieses Wissen, es ist wieder der Verstand, der es uns nicht erlaubt hinzuhören wenn die Seele schreit, wenn der Körper schreit.
Und erst wenn wir als „Ganzes“, als Körper-Geist & Seele, an dieses Wissen in uns Glauben, dann ist auch der Verstand in einer Art und Weise beteiligt, die ihn zur Ruhe kommen lässt, die dem Denken Ressourcen bietet, ohne Druck und Angst das Leben so zu (be)denken wie es ist. –Jeden Tag aufs Neue eine Fülle an Liebe und neuer Entdeckungen.

Das Kämmerlein in welches der Verstand die Liebe einst gesperrt hat, ist plötzlich kein Verlies mehr, sondern eine Schatzkammer. Ein Ort der Glückseligkeit aus der die Liebe schöpfen kann um noch stärker fließen zu können.


 

10/2014

Bedürfnisse oder Bedürftigkeit?!

 

Auf der Suche nach meinen persönlichen Bedürfnissen erreichte ich allerlei „Etappenziele“ von denen ich vorerst annahm, bereits angekommen zu sein.
Die Begriffe „Bedürfnis und Bedürftigkeit“ begegneten sich dabei immer wieder. Manchmal eng aneinander gereiht, dann wieder durchkreuzend oder überlappend, genauso jedoch weit entfernt von einander oder in Kollision miteinander.
Viele verschiedene Ansätze auf meiner Reise der Selbsterfahrung führten mich Schritt für Schritt an beides heran. Aber erst durch die Bewusstmachung meiner Bedürftigkeit klärte sich die Sicht auf meine wahren Bedürfnisse. Mir wurde klar, dass ich in vielen Bereichen den „falschen Bedürfnissen“ „nachgejagt“ war, nämlich denen, die von meiner Bedürftigkeit inszeniert wurden um das Manko aus der Vergangenheit zu stillen. Aber was ist der Unterschied?

Bedürftigkeit entsteht dort, wo unsere ureigensten Bedürfnisse, vor allem in der prägenden Zeit unserer Kindheit, vernachlässigt oder nicht erfüllt wurden. Jeder Schritt weg von der Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse, ist immer ein Schritt hin in die Bedürftigkeit.

Zur Regulation der emotionalen Defizite eignen wir uns ein Verhalten an, durch welches unsere Bedürfnisse gewissermaßen gewährleistet werden, wie z.B. Anerkennung durch Leistung, Sicherheit durch materielle Güter, Kontrolle durch Macht, Liebe durch Sexualität, usw.

Eine "echte" und dauerhafte innere Zufriedenheit stellt sich trotzdem nicht ein, weil unsere Bedürfnisse nicht unserer selbst willen befriedigt werden, sondern aufgrund unseres angepassten Handelns, welches meist nicht unserer wahren Natur entspricht.

Die Sehnsucht des Kindes in uns bleibt vorhanden und treibt uns weiter auf die Suche nach der Erfüllung.

Lernen wir unsere Bedürftigkeit in uns kennen und achten diese, ist es möglich, sich aus der Abhängigkeit nach der Bestätigung im Außen zu lösen. Ansonsten werden wir womöglich ewig Suchende bleiben.

 

Meine Entwicklung weg aus der Bedürftigkeit und hin zur Erfüllung meiner Bedürfnisse hat mich in ein Labyrinth geführt, dessen Wege teilweise von Dornen durchwachsen waren, in dem ich immer wieder in Sackgassen landete, aber sich doch fortwährend ein neuer Weg auftat, ein Lichtstrahl die Dunkelheit zart erleuchtete, oder sich mein Blick weg von den Dornen und hin zu den Blüten richtete.

"Mein Spiegelbild“ –welches mir andere vor Augen hielten- musste erst zu Boden fallen und in tausende Einzelteilchen zerbrechen, damit ich Stück für Stück wieder ein neues Bild zusammen setzen konnte. Ein Bild das die Vergangenheit, die zuvor festgefahrenen Glaubenssätze und die unterdrückten Emotionen, wie Wut, Trauer und vor allem die große Angst dahinter, auf eine Weise integrierte, die keine Schatten mehr warf, sondern das Mosaik des Lebens ein Stückchen weit vollständiger machte.

 

Stress ist ein "wunderbarer" Nährboden für unsere Bedürftigkeit. Je weniger wir „bei uns“ sind, je weniger wir in unserer Mitte, im Hier und Jetzt leben, desto eher verfallen wir in „alte Muster“, in das angepasste Verhalten der Bedürftigkeit und erlauben uns nicht unsere Bedürfnisse zu leben.
In stressigen Zeiten klopft auch meine Bedürftigkeit noch regelmäßig und gut getarnt an meine Pforten. Manchmal erkenne ich sie schon durch den Spion an der Tür und halte das Schloss gut versperrt, dann wieder heiße ich sie willkommen um ihr zu zeigen, dass diese Bedürftigkeit mit allen dazugehörigen Emotionen nicht mehr nötig ist und tröste das Kind in mir. -Und ab und zu gehe ich ihr auch heute noch völlig „auf den Leim“ und erkenne erst später, welche Mechanismen im Gange waren. Immer jedoch ist meine Bedürftigkeit ein Zeichen für mich, wieder mehr bei mir zu sein, wieder mehr auf mich zu achten und meine wahren Bedürfnisse zu leben.

 

10/2014

Hoffnungen & Sehnsüchte

 

Die Sehnsucht brennt im Inneren wie ein alleszerstörendes Feuer. Die Sehnsucht danach, dass sich die Hoffnungen erfüllen mögen. Die Hoffnungen, die schon so viele Jahre bestehen, die Hoffnungen des Kindes das geliebt werden wollte, das die Liebe suchte, die Liebe die so unnahbar, so unerreichbar und doch so überlebenswichtig war.
Die Hoffnung, der edle Ritter oder die gute, zärtliche Fee würde erscheinen und alle Schatten der Vergangenheit mit einem Lichtstrahl erleuchten, der so hell und kraftvoll sein möge, dass die Dunkelheit an diesen Stellen für alle Zeiten verbannt sei.
Die Hoffnung ist, dass durch den Ritter –durch die Fee-, die Menschen von damals zurück kehren mögen, dass sie wie durch ein Wunder die gefühlte Trennung aufheben würden, uns endlich so lieben würden wie wir sein wollten, sein konnten, einfach so wie wir waren und sind. Die Hoffnung dass diese Personen von einst anders hätten handeln können als sie es taten, anders als es ihnen zu dieser Zeit möglich war zu handeln. Diese Hoffnung rekonstruiert im Laufe der Jahre die Geschichte unserer Kindheit immer wieder in der Gegenwart. Die Hoffnung will gestillt oder beendet werden, und darum lässt sie uns dieselben Erfahrungen machen und dieselben Gefühle wieder erleben, so lange, bis wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir diese Hoffnungen loslassen können um frei zu sein. Die Ritter und Feen dürfen wir ziehen lassen, denn sie sind genau wie wir, aus Fleisch und Blut. Sie fühlen dieselbe Begrenztheit, dieselbe Sehnsucht nach Liebe, und die selbe Angst diese entbehren zu müssen. Die Ritterrüstung und der Zauberstab sind nur eine Imagination des kleinen Kindes in uns, das endlich gerettet werden will.
Die Emotionen überfallen uns mit der Heftigkeit eines Orkans, das Feuer der Sehnsucht brennt noch immer, und in der Gewissheit dass auch dieser Orkan an uns vorüberziehen, und eines Tages Stille und Ruhe in uns einkehren wird, bleibt uns nichts anderes zu tun, als weiter zu atmen, den Schmerz auszuatmen, und uns bewusst zu machen, dass wir leben. Und mit jedem tiefen Atemzug zieht eine weitere Orkan-Böe durch unser Innerstes hindurch bis der Sturm sich schließlich wieder legt.
Hoffnungen, nicht enden wollende Hoffnungen. Sie wollen unserer Seele Frieden bringen, die Erlebnisse von damals heilen. Sie wollen uns die Möglichkeit geben in unser persönliches Geschichtsbuch ein anderes, neues, besseres Ende zu schreiben. Doch wie soll das möglich sein, wenn sie uns immer wieder wie das Kind von damals handeln lassen? Sie lassen es zu dass wir um die Liebe flehen, uns demütigen und klein machen, sie lassen es zu dass wir uns in unsere Trauer zurückziehen und nichts und niemanden mehr an uns heran lassen, sie lassen es zu, dass wir uns in unserer Hilflosigkeit und Ohnmacht in Aggressionen flüchten. Aggressionen die wir gegen uns selbst und andere richten. Auf diese Weise werden die Hoffnungen niemals enden und fortan unsere Vergangenheit in die Gegenwart projizieren.


Hoffnungen verstehen, annehmen, Hoffnungen ziehen lassen. Wenn Vieles was in mein Leben kommt, den Zweck erfüllt meine Hoffnungen zu stillen, wenn ich mich dafür so weit verbiege, bis mein Rückgrat in seinen Konturen nur noch zu erahnen ist, wenn ich nicht mehr weiß wer ICH bin, was mich ausmacht, wenn ich meinen eigenen Gefühlen nicht mehr vertrauen kann, weil ich mich zu lange nur an dem orientiert habe, was meine Hoffnungen genährt hat, dann ist es Zeit, sich dem Schmerz hinzugeben. Dann ist es Zeit die Hoffnungen loszulassen und sich bewusst zu machen, dass es die Hoffnungen des kleinen Kindes waren, welche bereits lange Zeit überholt und nicht mehr zeitgerecht sind. –Auch wenn es sich so anfühlt, als ob dieselben Sehnsüchte immer noch unerlässlich für unser jetziges Leben seien.


Die alten Wunden erschaffen nur neue Wunden. Das Leben passiert jedoch jetzt. Jetzt in diesem Augenblick, mit jedem Atemzug als Neubeginn.


Das Kind in uns muss Frieden finden. Es darf trauern, es darf seinen Schmerz beweinen, es darf verzweifelt um sich schlagen und schreien. So lange bis es Ruhe findet und erkennt, dass sich der Erwachsene, der es inzwischen geworden ist, darum kümmern kann, dass alles gut wird. Dass die Hoffnungen von einst nicht mehr gestillt werden können, weil sie der Vergangenheit angehören und das Leben in der Gegenwart passiert. Der Schmerz von heute ist der Schmerz von gestern. Das Glück von heute ist die Gewissheit, dass wir den größten Schmerz überwunden haben, dass die Hoffnungen aus der Kindheit, der Zuversicht in ein erfülltes Leben weichen werden, einem Leben in dem unsere Ziele unserem wahren Selbst entsprechen. Aber wie soll das möglich sein?! Wir dürfen damit aufhören zu hoffen, zu warten, zu erwarten was wir so sehr ersehnen. Wir dürfen das Feuer in uns mit dem Wasser der Zuversicht löschen, der Zuversicht, dass wir nun selbst die Macht haben unserem Leben die Richtung zu geben, die von je her für uns bestimmt war. Wir tragen alles in uns was es benötigt um unsere Sehnsüchte und unsere Hoffnungen zu stillen, wir sind die Antwort. Darum nehmt den Rittern und Feen im Außen die Last, und erweckt sie in eurem Inneren, denn diese warten darauf, nur für euch die Ritterrüstung und den Zauberstab in die Hand zu nehmen.

06/2015

Es waren Menschen wie du und ich....

 

In der medialen Berichterstattung über das Massaker in Srebrenica vor zwanzig Jahren, stieß ich auf das Interview mit einer Frau, welche im Rahmen dieses Massenmordes ihre beiden Söhne, sowie ihre Eltern und Geschwister auf grausamste Weise verlor.

Eine alte Frau, kränklich, mittellos, alleine und erfüllt von Trauer und Schmerz.

Ein Schicksal wie es viele Überlebende und Zeitzeugen dieses Verbrechens teilen, und doch eine ganz besondere Geschichte.

Was diese Mutter, Tochter, Schwester –Lebensrollen welche sie seither ohne Austausch, ganz für sich alleine lebt- denkt und spricht, erfüllt mich mit Bewunderung und Ehrfurcht größten Ausmaßes.

Ein Mensch der alles verlor was ihm lieb und teuer war, durch die Hände von manipulierten, gehetzten und hasserfüllten Marionetten eines Regimes des Grauens, welches Armut und Not zu persönlichen Zwecken jenseits von Ethik, Moral und Menschenwürde nutzte.

Auf die Frage ob diese Frau den Tätern gegenüber Hass verspüre, denjenigen, welche ihre Tat mit der Kamera aufnahmen, der Mutter damit ganz reale Bilder der brutalen Hinrichtung ihres Sohnes zur Verfügung stellten. -Bilder die sich gewiss auf ewig in ihrem Geiste eingebrannt haben und sie am Tag und im Schlaf an die Qualen ihres Sohnes erinnern….. Ihre Antwort lautet:“ Es waren Menschen wie du und ich. Ich fühle mich aber wie ein Baum dem man alle Äste abgeschnitten hat und der langsam verdorrt.“

Ich denke mir beim Lesen, während ein Gefühlsmix aus Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Demut und Ehrfurcht in mir entsteht: welches Wurzelwerk muss dieser Baum haben um mit dieser Trauer, diesem Schmerz selbst zu überleben? Täglich morgens ihren Schlafplatz zu verlassen, sich dem Alltag mit all seinen Gedanken und Erinnerungen an die Vergangenheit, den Bildern an die Tat, dem Verlust, dem Alleinsein hinzugeben und eine Größe den Tätern gegenüber zu zeigen wie sie seinesgleichen sucht?

Aus ihren Worten vernehme ich keinen Hass, keine Schuldzuweisung, keine Rachegelüste, lediglich die Trauer und den Schmerz, welche sie tagtäglich in sich trägt und mit dieser Last so gut es ihr möglich ist weitergeht.

„Es waren Menschen wie du und ich.“

Wie wahr! Wir alle tragen Schattenseiten in uns, wir alle sind unter bestimmten Umständen zu grausamsten und irrationalsten Handlungen fähig. Wir alle haben auch das Potential zum „Monster“, ob wir es uns eingestehen wollen oder nicht. Es ist keine differenzierte Frage der Herkunft, keine Frage des Alters oder des Geschlechts, keine Frage von Mentalität oder Glauben, sondern eine Frage der Umstände mit denen wir konfrontiert werden, der materiellen, emotionalen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen, gekoppelt mit Erfahrungen und Prägungen und dem Grad an emotionaler Intelligenz und Freiheit.

„Es waren Menschen wie du und ich.“ 

Diese Worte auszusprechen und diejenigen zu meinen, die einem die Seele aus dem Leib rissen, die gesamte Familie grundlos, sinnlos, auf brutalste Weise ausrotteten……..Angesichts der Ignoranz und Undankbarkeit unserer, meiner Lebensumstände und Lebensbedingungen gegenüber,  welche Nichtigkeiten von Zeit zu Zeit Gefühle des Mangels und tendenzieller Abneigung auslösen, fühle ich mich unsagbar klein und dumm.

Danke an diese unbekannte Frau, dass sie mich/uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt und mir dadurch wieder in einem immensen Ausmaß Dankbarkeit und Frieden gibt, sowie die Prioritäten in meinem Leben und den Umgang mit Gefühlen neuerlich überdenken lässt.

„Ich fühle mich wie ein Baum dem man alle Äste abgeschnitten hat und der langsam verdorrt.“

Ist es so, dass sich die Kraft der Wurzeln erst entfaltet, wenn die Energie nicht mehr in die Äste und Blüten fließt? Ich denke nicht. Der erste Grundstock unseres Wurzelwerkes wird in der Kindheit gelegt. Je ausgeprägter er ist, desto beeindruckender wird vorerst die Krone sein. Aber das Leben findet nicht in einem Glashaus statt. Stürme, Unwetter, Dürre, sowie Sonne und wohltuender Regen wechseln sich ab, Wachstum geschieht auf unterschiedlichste und oft unkalkulierbare Weise. Hier bricht ein Ast ab, dort findet ein neuer Trieb seinen Weg an die Oberfläche. Wurzeln breiten sich aus, manchmal selbst durch Gesteinsschichten, mit dem einzigen Ziel zu leben, zu überleben. Auch dieses Potential tragen wir alle in uns, das Potential zum Wachsen, wie zart und klein auch unser „mitgegebener“ Wurzelstock sein mag.

Und irgendwann verdorrt jede Pflanze, wenn der Impuls von innen zu gehen kommt. Wenn die Zeit abgelaufen ist, wenn der Wurzelstock seine Aufgabe erfüllt hat und ringsum bereits neue, kleine, junge Pflänzchen den Start ins Leben gewagt haben. Pflänzchen, welche die Energie ihrer Herkunft weitertragen und weiter wachsen lassen.

Danke du unbekannte Frau für die vielen Gedankengänge die du in mir ausgelöst hast, danke für deine Stärke, deine Kraft und deinen Mut mit deinem Schmerz in Liebe für deine Kinder, Eltern und Geschwister weiter zu wachsen!

 

Kontakt

Katrin Schnabel

Dipl. Lebens- und Sozialberaterin

Psychologische Beratung Coaching & Supervision

 

Tel. +43 664/512 4242

katrin.schnabel@a1.net

Hauptplatz/ 8330 Feldbach

 

oder nutzen Sie das Kontaktformular unter Kontakt

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